Pinzberg stellt sich vor

Als Pinzberg im Jahre 1062 erstmalig urkundlich erwähnt wurde, trug es den Namen "Binezberch". Später liest man im Jahre 1397 "Pinzberg", woraus im Jahre 1520 "Pintzperg" entstand. 1734 änderte sich der Name zu "Pinsberg". Der Name bedeutet: "Zum Berg, an dem Binsen wachsen".

In der Mitte der Hauptstraße befindet sich, von Gosberg her kommend, auf der linken Seite die Alte Schmiede. Das Fachwerkgebäude mit dem auf Holzsäulen stehenden ersten Stock trägt auf einem Balken die Jahreszahl 1685. Die im Gebäude vorhandenen Sandsteinmauern deuten aber an, dass an der gleichen Stelle bereits vorher ein Gebäude gestanden hat. Bis ins späte 19. Jahrhundert diente das Gebäude als Gemeindeschmiede.

Direkt gegenüber steht der Wegbrunnen. Bevor die Wasserleitungen in den 50er Jahren unter dem Bürgermeister Georg Kern gebaut wurden, holten sich die Pinzberger ihr Trinkwasser von öffentlichen Brunnen oder bezogen es von Brunnen, die auf ihrem eigenen Grundstück standen. Heute ist der Brunnen zwar nicht mehr für die Wasserversorgung notwendig, dennoch bereichert er das Ortsbild Pinzbergs nach wie vor. Jedes Jahr zu Ostern wird der Brunnen dank des Kath. Frauenbundes aufwendig geschmückt.

Dass die Gegend um Pinzberg schon vor 2.500 Jahren besiedelt war, zeigen Funde aus den Anfängen der Früh-La-Tène-Zeit (500-400 v. Chr.). Durch die damalige Erfindung der Töpferscheibe bekamen die Gefäße einen ganz neuen Stil. Stempelmuster wurden sehr beliebt. Die gefundenen, gedrehten Vasen aus einer Hügelgrabbestattung in Pinzberg gelten als Meisterstücke der damaligen Zeit. Weitere Fundstücke sind im Pfalzmuseum in Forchheim zu besichtigen.

Die Gemeinde Pinzberg mit derzeit 1908 Einwohnern bildet seit dem 01. Mai 1978 eine neue Gemeinde. Zu ihr gehören die Ortsteile Dobenreuth, Elsenberg und Gosberg. Pinzberg wurde als "Binezperch" am 13. Juli 1062 in einer Königsurkunde als Zubehörort des Königshofes Forchheim erstmalig erwähnt.

Pinzberg und seine Ortsteile liegen 6 km südöstlich von Forchheim, am Tor zur Fränkischen Schweiz und am Fuße des Walberla. Seine landschaftliche Lage ist überaus anziehend. Es handelt sich um eine ländliche Wohngemeinde mit gepflegter Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten, Grundschule mit Turnhalle, Kindergarten, Kinderkrippe und Kinderhort.

An Sehenswürdigkeiten gibt es in der Gemeinde die Pfarrkirche (1371), die Marien- und Annakapelle (1600-1869) mit Geschichtshaus in Pinzberg sowie die Dreifaltigkeitskirche in Gosberg (1700), die Filialkirche Heilige Familie in Dobenreuth und die über 100 Jahre alte Kirche in Elsenberg.

Schöne Wanderwege, ein vielseitiges kulturelles Angebot, ein reges Vereinsleben, die fränkischen Kirchweihen, Sport- und Freizeitmöglichkeiten mit Tennisplätzen in Pinzberg und einem Segelflugplatz in Dobenreuth, machen Pinzberg zu einer liebens- und lebenswerten Gemeinde.

Seit 25 Jahren pflegen wir eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Mezöszilas. Durch die vielen Begegnungen haben sich Freundschaften gebildet. Im Mittelpunkt stand bei uns immer der Jugendaustausch, denn Heranwachsende finden schnell Zugang zueinander. Mit unserer Partnerschaft wollen auch wir einen Beitrag zur europäischen Verständigung leisten.

In unserer Gemeinde wird aus erneuerbarer Energie 12 Mio. KW Strom erzeugt, der Verbrauch liegt jedoch nur bei 4,5 Mio. KW. Somit leisten unsere Unternehmen bzw. Bürger einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.